Börsen tauchen nach Huawei-Verhaftung – BLICK.CH

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Die Börsen reagieren nervös auf die Verhaftung der Finanzchefin von Huawei. Anleger befürchten eine Ausweitung des Handelskrieges.

Die Verhaftung von Meng Wanzhou, Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei, in Kanada macht die Anleger nervös. Sie müsse mit einer Auslieferung in die USA rechnen. Für morgen sei eine Anhörung angesetzt, ob Meng Wanzhou gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt werden könne.

Meng Wanzhou sei am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden, hiess es weiter. Einem Bericht der Zeitung «The Globe and Mail» zufolge wird ihr zur Last gelegt gegen Sanktionen verstossen zu haben, welche die USA gegen den Iran verhängt hatten.

Die Börsen reagieren heftig auf die Verhaftung. So gab der SMI am Nachmittag 2,2 Prozent nach. Der Euro Stoxx 50 notierte 2,4 Prozent tiefer als gestern. Der deutsche DAX gar 2,6 Prozent. Auch der französische CAC 40 tauchte um 2,6 Prozent. Er sackte auf den tiefsten Stand seit Februar 2017.

China, das gerade erst im Handelsstreit mit den USA einen «Waffenstillstand» vereinbart hatte, reagierte mit scharfem Protest gegen die USA und Kanada auf die Festnahme. Man habe Washington und Ottawa dazu aufgefordert, «die festgenommene Person umgehend zu entlassen», sagte der chinesische Aussenamtssprecher Geng Shuang in Peking.

Huawei kritisierte in einem Statement, der Konzern habe nur wenige Informationen erhalten, was der Managerin überhaupt vorgeworfen werde. Dem Unternehmen sei kein Fehlverhalten bekannt, man halte sich an alle Gesetze und Regulierungen, inklusive Exportkontrollen und Sanktionen der Vereinten Nationen sowie der USA und der EU. (pbe)

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